Montag, 8. August 2011
Manche Dinge würde ich nun doch nicht online machen...
... wie zum Beispiel Schafkopfen. Wenn ich sowas überhaupt machen würde, jenseit von einem schönen Sommernachmittag in der alten 'Villa Flora' (noch dem alten Biergarten in der Schrebergartenkolonie, nicht dem New-Economy-Hangout) Ende der 80er Jahre...


Wirklich, ich dachte bislang immer, in einer Kneipe zu sitzen sei der Sinn bei diesem Kartenspiel!


Namen und Logos ausgepixelt, um für den Schwachsinn nicht auch noch wieder Werbung zu machen...

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Sonntag, 7. August 2011
Irrtum
Wenn jetzt immer alle möglichen Gestalten sagen, der norwegische Attentäter könne nicht wirklich ein Christ gewesen sein, denn das Christentum sei die Religion der Feindesliebe, und daher gäbe es gar keinen 'christlichen Terrorismus', dann übersehen sie, daß

a) die Geschichte des Christentums nun mal komplett das Gegenteil zeigt -- der norwegische Attentäter beruft sich schon selber immer auf die Kreuzzüge!

b) seit 2001 jede Menge gläubige Moslems immer wieder versichern, daß der Islam eine friedliche Religion sei und moderne Theologen den 'Dschihad' als einen persönlichen, alltäglichen Kampf gegen Sünde und Lüge begreifen. Die Fundamentalisten seien antimoderne Reaktionäre, die da was fundamental falsch verstanden hätten. Denen glaubt der Westen ja auch nicht.

Was lernen wir jetzt draus?

a) Sind alle Religionen böse und unfriedlich, oder doch zumindest alle drei monotheistischen Weltreligionen?

b) Oder haben wir dem Islam Unrecht getan, so als Kollektiv, sollten nicht mit zweierlei Maß messen, und den ganzen friedlichen Menschen von den gemäßigten ägyptischen Muslimbrüdern (die wirklich sinnvoll beitragen!) bis hin zu dem Imam, der im Islamzentrum neben der Bleibe eines mir bekannten Gadgetfreaks immer so schön singt, ernsthaft Abbitte tun, daß wir sie mit diesen Irren über einen Kamm geschoren haben?

Wenn wir diese Gleichsetzungen beenden wollen, dann wird es Zeit, daß sich die drei großen monotheistischen Religionen aktiv von ihren antimodernen, fundamentalistischen Ablegern distanzieren, nicht nur die Reformer sondern auch die echten Traditionalisten. Fundementalisten sind halt eben nicht 'mittelalterlich' und traditionsverhaftet, weil der Fundamentalismus erst als Reaktion auf und in Ablehnung gegen die Moderne entstanden sind. Echte Traditionalisten leben ihren Glauben viel selbstverständlicher. Echte Traditionalisten sind die friedlichsten Menschen der Welt -- Mönche auf dem Athos, Sufi-Meister, oder chassidische Gelehrte. Die sind Welten entfernt von Al Kaida, zionistischen Siedlern, und texanischen Zeltpredigern -- oder auch dem norwegischen Attentäter.

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Donnerstag, 4. August 2011
Siemens!!
Aahahahahahahhhh!!!! - die Zwote!

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Doch nicht zurück zu Siemens?
Aahahahahahahhhh!!!!

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Mittwoch, 3. August 2011
Kontext
Klar geht es nicht, daß einer sagt, er 'müßte erst einen reichen Juden erschlagen', um was auch immer zu finanzieren (will sagen: es ist kein Geld da, also wird es nicht gemacht); es geht auch nicht, daß einer sagt, etwas 'sei ihm ein innerer Reichsparteitag' (will sagen: tiefe persönliche Genugtuung).

Aber das, was das Heinerle gesagt hat, fällt nicht darunter, weil er es mit einer kompletten ironischen Kehrtwende gesagt hat.

Als Goebbels sagte: 'Wollt ihr den totalen Krieg?', erwartete und bekam er ein 'JAAAHHH!!!' mit tosendem Jubel von seinen fanatischen Anhängern, die er seit Jahren und Jahrzehnten auf seinen demagogischen Schwachsinn eingeschworen hatte. Das hatte er erwartet, und erzielt wie geplant.

Geißler zitierte das nun in einer völlig anderen Erwartung. Wenn man Leuten heute dieses Goebbels-Zitat an den Kopf wirft, dann erwartet man ein empörtes, vielleicht ernüchtertes, 'Nein, natürlich nicht!', weil nach der Erfahrung mit Goebbels klar ist, daß Leute, die den totalen Krieg wollen, fanatisch irgendeinen Schwachsinn vertreten, und es ein ganz böses Ende nehmen wird. Und das will man doch nicht sein, oder?

Diejenigen, die jetzt so aufheulen und versuchen, die ironische Verwendung dieses Zitats dazu auszunutzen, dem guten Geißler mitten in der besten Sauregurkenzeit einen Strick zu drehen und ihn damit im Gesamtzusammenhang zu diskreditieren, sind die selben, die sich hier nämlich getroffen fühlen und trotz jeder Art von gutem Willen und ernsthaften Bemühungen nicht bereit sind, sich auch nur einen Millimeter von ihrer festgefressenen Position zu bewegen.

Es ist ein Argument von Leuten, denen alle anderen Argumente ausgegangen sind.


ETA: Und der SPON legt noch nach. Niemand anders interessiert sich im Geringsten dafür! Irgend jemand dort frißt einem FDP-Lobbyisten aus der Hand.

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Samstag, 30. Juli 2011
Behäbig
Ahhhhhhh ein friedlicher Samstag, an dem ich noch nachmittags um zwei mein sehr behäbiges und langsames Frühstück mit meinen Katern teile. Zumindest habe ich noch Tee, und Mephisto nimmt noch einen kleinen Schluck von der übriggebliebenen Milch in der Bran-Flakes-Schüssel.

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Donnerstag, 28. Juli 2011
Alter Spruch...
... immer wieder wahr:

"Die ärgsten Kritiker der Elche waren früher selber welche."

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Dienstag, 26. Juli 2011
Die richtige Strafe?
Der SPON redet herbei, die Norweger wollten härtere Strafen für ihren Fascho-Attentäter.

Wieso eigentlich? Man hat doch gleich den Verdacht, daß ihn das nicht wirklich rührt. Daß er es nur gut findet, wenn die Gesellschaft mit Strenge und Härte reagiert.

Viel besser wäre es doch, man schickt ihn für diese Mindeststrafe von 21 Jahren auf diese Insel, die in dem Artikel erwähnt wird (nicht so wirklich Alcatraz), und steckt ihn in eine Wohngemeinschaft mit ein paar Linken, ein paar Moslems, und irgend einem großen tumben Kerl, der ihm ein paar auf Maul hauen könnte, wenn er bei der Sportschau (bzw. norwegisches Äquivalent) dazwischenquatscht und Volksreden hält, oder sich sonstwie aufführt. Wohlgemerkt im Konjunktiv.

Und dann schaut man mal, ob der nach 21 Jahren noch irgendwie fanatisch oder gefährlich ist.

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Dienstag, 26. Juli 2011
Hier geht es bald weiter
Ich war von verschiedenen Ladies komplett abgelenkt, und zwischendrin gab es kurz auch mal ganz tote Altägypter zu besichtigen, und das fand alles weit weg vom Computer statt.

Ich habe inzwischen auch Google Plus, lasse das aber vielleicht wieder, weil die mir am Ende nicht glauben, daß ich ein untoter Altägypter bin und mein Hirn in einem Kanopenkrug aufbewahre...

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Donnerstag, 7. Juli 2011
Schon wieder einer für die Lady Sid...

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Sonntag, 3. Juli 2011
Mein roter Kater...


... war nicht wirklich komplett bekifft oder becatnipt. Er sieht nur so aus.

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Samstag, 25. Juni 2011
Making of Katzencontent
Enthüllt auf tumblr: die wahren Arbeitsbedingungen der prekären Katzencontent-Provider...

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Mittwoch, 22. Juni 2011
Es geht weiter...
Ai Weiwei ist frei! Es hat aber so lange gedauert, daß ich das in keiner Weise als Erfolg der gemütlichen Sonntagsdemo verbuchen kann. Jetzt nur noch wie viele Millionen?

Und der neue Innenminister im Ländle hat anscheinend seine Bullen noch nicht im Griff. Oder ist der von der SPD und ein Pro-S21-U-Boot?

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Montag, 20. Juni 2011
Kinderlärm ist legal
Dies wurde jetzt abschließend festgestellt, und daran ist nichts mehr zu deuteln.

Die ruhegestörten Consultant-Zecken aus der dritten Gentrifikationsschicht haben jetzt also einen ganz schlechten Stand. Popcornwürdig sind solche Auseinandersetzungen aber tendenziell immer.

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Obligatorischer Katerläum-Post
Heute sind es genau drei Jahre, daß ich dieses merkwürdige kleine schwarze Wesen geliefert bekam:



Mephisto ist zwar immer noch ein merkwürdiges kleines schwarzes Wesen, aber nicht mehr ganz so klein.



Dafür beliebig merkwürdig.-

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Sonntag, 19. Juni 2011
Gewitterkritik
Weil sich die Gewitter anscheinend nicht mehr recht vor das berüchtigte, überkritische und dabei arg konservative Münchner Publikum trauen, haben sie sich in den letzten Wochen doch tunlichst ferngehalten und die große Show lieber im Umland abgehalten, hier nur hier und dann en Ende Regen abgelassen, vielleicht auch ergiebig, aber bestimmt nicht irgendwie dramatisch.

Für heute haben sie sich etwas anderes ausgedacht: ein Gewitter-Festival! Jedes Gewitter hat nur einen kurzen Auftritt, mit heftigem Regenguß und ein oder zwei ordentlichen Donnerschlägen, dann kommt eine sonnige Umbaupause, dann ist das nächste Gewitter mit ein paar Nummern dran. Angefangen haben sie in der Nacht mit einer ordentlichen Starkregenveranstaltung, seit dem Morgen folgt nun das eigentliche Festival mit Gewitterchen um Gewitterchen. Ich bin zum Beispiel von einem gewaltigen krachenden Donnerschlag aufgewacht, der effektvoll zwischen den Häusern wiederhallte.

Auch mal was Neues.-

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